Indians schließen im Playoff-Rennen zu Witches auf
07/07/2024 2 Min. Lesezeit

Indians schließen im Playoff-Rennen zu Witches auf

Mit einem Split gegen die Wanderers schließen die Dornbirn Indians die Lücke zu den Witches Linz und sorgen im Playoff-Rennen für Hochspannung. Die Oberösterreicherinnen unterliegen den Metrostars in zwei Spielen und müssen damit weiter um die Post-Season kämpfen.

Hochspannung in Dornbirn – und im Playoff-Rennen.

Die Indians, die sich schon in den vergangenen Wochen stark formverbessert zeigten, können auch beide Begegnungen des Heim-Doppels gegen die Vienna Wanderers offen halten. Dabei profitieren die Vorarlbergerinnen von einem frühen offensiven Push. Einen Sweep verhinderte nur ein fast perfektes „Outing“ von Wanderers-Neuzugang Devon Miller im Duell der Star-Pitcherinnen – und ein bitterer Error.

Starker Anfang, starkes Ende

Im ersten Game zeigt Isabel Bleyer im Circle eine ansprechende Leistung. Der Rechtshänderin gelingt zwar nur ein Strike Out, allerdings lässt sie bei ihrem Complete Game auch nur einen Walk zu. 

Die Offense der Gastgeberinnen ist von Beginn an „on fire“. Schon nach drei Innings stehen für die Indians sieben Runs auf dem Scoreboard. Allerdings kommen dann auch die Wienerinnen, die in den ersten beiden Angriffsserien scoreless bleiben, auf Touren. Mit vier Runs im dritten und drei weiteren im vierten Inning stellen die Wanderers auf 7:7. Im fünften Inning kommt es dann noch dicker für die Hausherrinnen: Ein Sac-Fly von Denise Orlovits-Zaidan bringt den Gästen sogar die zwischenzeitliche 8:7-Führung.

Im Finish haben die Indians aber dann die besseren Nerven. Im sechsten Inning gelingt durch drei Hits zunächst der Ausgleich. Johanna Meusburger sorgt dann bei bases loaded für den spielentscheidenden RBI zum 9:8.

Zwei Pitcherinnen lange auf No-Hitter-Kurs

Spiel zwei ist dann geprägt vom Duell von zwei der besten Pitcherinnen der Bundesliga. Wanderers-Neuzugang Miller und Indians-Import Lizzy Avery schenken sich – und vor allem den gegnerischen Schlagleuten – nichts. Nach dem fünften Inning steht es 0:0, beide Pitcherinnen sind da noch auf No-Hitter-Kurs.

Im sechsten Inning gelingt es Matilda Gantner zunächst, Averys Bid für den „No-No“ zunichte zu machen. Im weiteren Verlauf des Innings kommen noch Lea Karner und Gabriella Gonzalez auf Base. Die beiden profitieren anschließend von einem bitteren Fangfehler der Indians im Centerfield und stellen auf 2:0.

Miller trägt ihren „No-Hitter“ bis ins siebente und letzte Inning, muss aber schließlich ein Triple von Bleyer hinnehmen, die dann nach einem Wild Pitch auch noch auf 1:2 verkürzt. Mit zwei Strike-Outs und einem Fly-Out lassen Miller und die Wanderers aber nichts mehr anbrennen.

Mit dem Split sind die Dornbirnerinnen nun erstmals in dieser Saison auf Tuchfühlung Playoff-Kurs. Die Vorarlbergerinnen (.215), die zwei Spiele weniger absolviert haben, liegen nur noch marginal von den Witches (.240) getrennt. 

Witches gegen Metrostars ohne Chance – Hitchcock “almost perfect”

Weniger spannend als im „Ländle“ geht es am Samstag in Wien-Freudenau zu. Die Witches haben gegen die amtierenden Meisterinnen von den Vienna Metrostars nur wenige Chancen und müssen schließlich zwei Niederlagen hinnehmen. Metrostars-Import Ashley Nichole Hitchcock schrammt nur haarscharf an einem „Perfect Game“ vorbei.

Spiel eins ist bis ins vierte Inning offen. Erst ein später Push der Metrostars-Offense, mit vier Runs im vierten und drei weiteren Runs im fünften Inning entscheidet die Begegnung zugunsten der Wienerinnen – 10:2.

In Spiel zwei wird’s dann beinahe historisch. Metrostars-Starterin Hitchcock bleibt – mit Ausnahme eines Singles von Paula Rachbauer im zweiten Inning – über das komplette Spiel (5.0IP) makellos. Die US-Amerikanerin schrammt zwar mit ihrem „One-Hitter“ knapp am „Perfect Game“ vorbei, für die Oberösterreicherinnen gibt es demnach aber nichts zu holen – 8:0. 

Die Indians könnten schon am Sonntag an den Witches vorbeiziehen. Die Vorarlbergerinnen empfangen am Vormittag noch ein drittes Mal die Wanderers.